Feng Shui
Westliche Badgestaltung nach östlichen Weisheiten

Feng Shui ist die Kunst, einen Raum und eine Umgebung so zu gestalten, dass Menschen sich dort wohlfühlen. Dabei kommt es im Wesentlichen auf die richtige Harmonie und Balance der Energien an. Feng Shui geht auf eine jahrhundertealte Tradition zurück und hilft uns zu verstehen, dass unsere Wohnung ein Spiegel unseres Wesens ist.

Die Energien des Feng Shui
Wörtlich aus dem Chinesischen übersetzt bedeutet Feng Shui Wind und Wasser. Diese beiden Elemente sind die Träger der unsichtbaren, lebenswichtigen Energie Ch’i. Es gibt positive und negative Energieströme (Ch´i und Sha ch´i). Feng Shui bringt die Energieströme in unseren Räumen in ein natürliches Gleichgewicht und beeinflusst so unser körperliches und geistiges Wohlbefinden positiv. Dabei spielen Faktoren wie Form, Farbe und Material der Möbel und der Dekoration, Farbe der Wände, einfallendes Tageslicht, An- oder Abwesenheit von Pflanzen und vieles mehr eine große Rolle.

Baden und mehr
Das Badezimmer ist heute mehr als nur ein Raum zum Waschen, Baden und Zähneputzen. Vielmehr ist es ein ganz privater Bereich, in dem die Lebensgeister am Morgen für einen guten Start in den neuen Tag aufgefrischt werden – und wo sie am Abend wieder zur Ruhe kommen und sich für die Nacht vorbereiten.
Bei einer Badgestaltung nach Feng Shui wird berücksichtigt, dass Toiletten und Rohre vorhandenes Ch´i anziehen und es hierüber in den Abfluß entweicht. Damit das Ch´i nicht durch den Abfluss verschwindet, sollte z.B. der Toilettendeckel stets geschlossen gehalten werden. Ebenso ist es wichtig, dass die Badezimmertür immer geschlossen wird. Aber auch ganz grundlegende Platzierungen beeinflussen unser Wohlbefinden im Bad:

  • Damit sich die Energie im Raum bewegen kann, sollte z.B. die Toilette möglichst weit von der Tür entfernt installiert sein oder sich hinter einer halbhohen Wand befinden. Dabei aber nicht direkt gegenüber der Tür.
  • Ideal ist ein möglichst weiter Abstand der Toilette zur Küche. Ist die doch in der Nähe, sorgt schon ein Keramik-Windspiel zwischen beiden Räumen für den Ausgleich der Energiebereiche.
  • Hat das Bad ein Fenster, kann in den Raum Licht hereinströmen und es kann optimal belüftet werden.
  • Eine Pflanze oder ein Regenbogenkristall im Fenster kann die Raumenergie anheben.
  • Die Dusche sollte sich nicht direkt in der Nähe eines Fensters befinden, der Benutzer fühlt sich so wesentlich geschützter.

Atmosphäre schaffen
Ein großer Spiegel unterstützt außerdem die kritische Selbstwahrnehmung des Benutzers. Und zusammen mit einer guten Beleuchtung wirkt auch ein kleines Bad optisch direkt größer. Grundsätzlich sollte ein Bad immer gut beleuchtet, hell, ansprechend und gut belüftet sein. Genau so wichtig sind Ordnung und Schutz der Intimsphäre.
In unserer westlichen Kultur gilt die Farbe Weiß als Symbol für Reinheit und ist somit eine ideale Farbe für Badezimmer. Allerdings wirkt sie leicht ein wenig kühl. Zusätzliche grüne, rote, pfirsich- oder rosafarbene Farbtupfer erwecken Ihr Bad schnell wieder zum Leben.
Werden diese Punkte berücksichtigt, befinden sich die positiven und negativen Energien des Bades in Harmonie und Balance – und Sie fühlen sich rundum wohl.

Körperenergie wecken
Wenn Sie am Morgen aufwachen, ist Ihr gesamter Körper angespannt, weil die körpereigenen Energien sich während der Nacht kaum bewegt haben. Deshalb ist es gut, wenn Sie im Bad etwas zum Kichern oder Lachen bringt. Denn das lockert Gesicht und Körper. Ein großer Spiegel, vor dem Sie sich recken und strecken können, ist ebenfalls hilfreich. Sie werden spüren, wie der ganze Körper von Energie durchströmt wird. Das gesamte Spiegelbild sollte gut sichtbar sein und nicht durch Türen eines Spiegelschrankes zerstückelt werden. Am besten ist ein großer Spiegel, der so hoch aufgehängt wird, dass mindestens noch 20 cm über dem Kopf zu sehen ist.